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    WAF

    Autor: W. Sturm
    Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsfunktionen-Batterie
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    Anwendungsbereiche+

    NEURO
    VERKEHR
    SPORT
    HR
    Detaillierte Beschreibung+

    Erfasst Teilfunktionen der Aufmerksamkeit.
    Diese Teilfunktionen umfassen Alertness, Vigilanz & Daueraufmerksamkeit, Fokussierte Aufmerksamkeit, Geteilte Aufmerksamkeit, Selektierte Aufmerksamkeit, Räumliche Aufmerksamkeit & Neglect, Augenfolgebewegungen und Visuelles Scanning.
    Für viele der Subtests liegen Lang- und Kurzformen vor, die es ermöglichen, Dimensionen der Aufmerksamkeit unter verschiedenen Vorgabemodalitäten zu erfassen – so umfasst die WAF Subtests für visuelle, auditive oder crossmodale Testvorgaben. In einigen Untertests der WAF-Batterie werden außerdem automatisierte und kontrollierte („top-down“) Aufmerksamkeitsaspekte separat erfasst, indem die Reize entweder durch Intensitätsanhebung stärker („Popping Out“) oder durch Intensitätsabschwächung schwächer hervortreten. Beide Aufmerksamkeitsprozesse sind im Alltag relevant, beide können interagieren und beide können selektiv z.B. durch eine Hirnschädigung beeinträchtigt werden, da ihnen unterschiedliche zerebrale Netzwerke zugrunde liegen.
    Aufmerksamkeitsleistungen sind eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung alltäglicher Anforderungen. Dabei stellen sie keine alleinstehende Leistung dar, sondern sind an vielfältigen Prozessen der Wahrnehmung, des Gedächtnisses, des Planens und Handelns, an der Orientierung im Raum und an der Problemlösung beteiligt. Insofern stellen Aufmerksamkeitsfunktionen Basisleistungen dar, die für nahezu jede praktische oder intellektuelle Tätigkeit erforderlich sind. Eine Vielzahl von neurologischen oder psychologischen Störungen bzw. Erkrankungen wirken sich negativ auf die unterschiedlichen Aspekte der Aufmerksamkeitsleistung aus. Daher werden die Modell- und Leitlinienkonformen (GNP) WAF-Tests vorrangig im Kontext klinisch-neuropsychologischer Untersuchungen verwendet, da dimensionsspezifische Indizes sowohl eine globale als auch differenzierte Einschätzung der individuellen Stärken und Schwächen ermöglichen. Zusätzlich werden sie in der Personalauswahl (insbesondere im Bereich Manufacturing & Safety Assessments) und bei verkehrspsychologischen Untersuchungen angewendet. 

    Test Formen+

    Für die Dimensionen liegen verschiedene Testformen vor, die es ermöglichen, Dimensionen der Aufmerksamkeit unter verschiedenen Vorgabemodalitäten (visuell, auditiv oder crossmodal) zu erfassen.
    Insgesamt stehen 42 Subtests zur Verfügung, die dank den erweiterten Optionen des WAF-Wizards unabhängig voneinander einzeln oder in beliebiger Kombination vorgegeben werden können.
    Vordefinierte Standardtestungen bieten je nach Fragestellung eine schnelle/einfache Möglichkeit für ein Screening, eine allgemeine Überblicksgewinnung oder für Testung mit verschiedenen Vorgabemodalität, bei unterschiedlichen neuropsychologischen Störungsbildern oder für Kinder.

     

    Alertness (WAFA)
    Jeden Subtest gibt es in Standardform und Kurzform.
    Subtests: Intrinsisch (visuell, auditiv), phasisch (unimodal visuell, unimodal auditiv, crossmodal visuell, crossmodal auditiv).

    Vigilanz & Daueraufmerksamkeit (WAFV)
    Jeden Subtest gibt es in Standardform und Kurzform.
    Subtest: Vigilanz (visuell, auditiv), Daueraufmerksamkeit (visuell, auditiv). Die Kurzformen für Daueraufmerksamkeit wurden speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt.

    Fokussierte Aufmerksamkeit
    Subtests: Unimodal (visuell, auditiv), crossmodal (visuell/auditiv).

    Geteilte Aufmerksamkeit
    Jeden Subtest gibt es in Standardform und Kurzform.
    Subtests: unimodal (visuell), crossmodal (visuell/auditiv).

    Räumliche Aufmerksamkeit & Neglect
    Subtests: Kontrollierte bzw. Automatisierte räumliche Aufmerksamkeitsverschiebung. Ein zusätzlicher Test prüft Neglect unter Extinktionsbedingungen.

    Selektive Aufmerksamkeit
    Subtests: Unimodal (visuell, auditiv), crossmodal (visuell/auditiv).

    Augenfolgebewegungen
    Standardform und Kurzform.

    Visuelles Scanning
    Standardform und Kurzform.

    Aufgabe für die Testperson+

    Alertness (WAFA).
    Die Testperson reagiert auf einen einfachen visuellen bzw. auditiven Reiz. Hierbei werden ihr Hinweisreize in der jeweils gleichen oder einer anderen Reizmodalität dargeboten (intrinsische vs. phasische Alertness). Dank einer speziellen Normierung können Ermüdungs- bzw. Belastbarkeitsparameter erfasst werden.

    Vigilanz & Daueraufmerksamkeit (WAFV).
    Die Testperson reagiert, sobald sie eine Intensitätsänderung an einem dargebotenen schwarzen Quadrat oder einem Ton wahrnimmt.

    Fokussierte Aufmerksamkeit.
    Die Testperson konzentriert sich gleichzeitig – je nach Subtest – auf entweder zwei unterschiedliche geometrische Figuren, einen Ton vor einem Stimmengewirr oder auf einen visuellen und einen auditiven Reiz. Die Reize ändern in gewissen Abständen ihre Position und Intensität. Die Testperson reagiert, sobald der vorbestimmte Reiz zweimal hintereinander heller bzw. leiser wird.

    Geteilte Aufmerksamkeit.
    Die Testperson konzentriert sich je nach Subtest gleichzeitig auf zwei unterschiedliche geometrische Figuren oder auf eine Figur und einen auditiven Reiz. Die Reize ändern in gewissen Abständen ihre Intensität. Die Testperson reagiert, sobald einer der beiden Reize zweimal hintereinander heller bzw. leiser wird.

    Selektive Aufmerksamkeit.
    Der Testperson werden unterschiedliche geometrische und/oder auditive Reize dargeboten. Sie reagiert auf Intensitätsänderungen von vordefinierten relevanten Bedingungen.

    Räumliche Aufmerksamkeit & Neglect.
    Die räumliche Ausrichtung der Aufmerksamkeit wird an vier räumlichen Positionen in einer Posner-Paradigma-ähnlichen Aufgabenstellung erfasst. Die Testperson reagiert auf periphere (exogene) und zentrale (endogene) räumliche Hinweisreize.
    Bei der Neglect-Prüfung reagiert die Testperson auf Stimuli, die an verschiedenen Positionen im rechten oder linken visuellen Feld oder simultan an äquivalenten Positionen in beiden Gesichtsfeldhälften dargeboten werden (Extinktionsbedingung).

    Augenfolgebewegungen. 
    Die Testperson verfolgt mit den Augen einen sich bewegenden Kreis über den Bildschirm und reagiert sobald der Kreis heller wird.

    Visuelles Scanning. 
    Die Testperson durchsucht eine 6x6-Matrix von ähnlichen visuellen Stimuli entscheidet jeweils, ob ein zuvor definierter Reiz darin vorhanden ist oder nicht.

    Dimensionen+

    Aufmerksamkeit

    Sprachen+

    Ungarisch

    Türkisch

    Niederländisch

    Englisch (USA)

    Französisch

    Chinesisch (Taiwan)

    Italienisch

    Portugiesisch

    Slowakisch

    Spanisch

    Deutsch

    Polnisch

    Russisch

    Chinesisch

    Tschechisch

    Hindi

    Slowenisch

    Dauer+

    Alertness: Je nach Subtest zwischen 2–5 Minuten.
    Vigilanz & Daueraufmerksamkeit: Je nach Subtest zwischen 18–32 Minuten.
    Fokussierte Aufmerksamkeit: Je Subtest ca. 10 Minuten.
    Geteilte Aufmerksamkeit: Je nach Subtest zwischen 6–15 Minuten.
    Selektive Aufmerksamkeit: Je Subtest ca. 8 Minuten.
    Räumliche Aufmerksamkeit & Neglect: Je nach Subtest zwischen 6–12 Minuten.
    Augenfolgebewegungen: Je nach Subtest zwischen 3–5 Minuten.
    Visuelles Scanning: Je nach Subtest zwischen 7–15 Minuten.

    Vorgabealter+

    Normen ab 7 Jahren.

    Testadministration+

    Controlled Mode


    Auswertung+

    Je nach Subtest wird eine Hauptvariable mit dem Namen der durch sie erfassten Funktion der Aufmerksamkeit ausgegeben. Es handelt es sich bei diesen Variablen um ein logarithmisches Mittel der einzelnen Reaktionszeiten.

    Darüber hinaus werden als Nebenvariablen je Subtest unter anderem ein Streuungsmaß der Reaktionszeiten sowie verschiedene Fehlertypen ausgegeben.

    Zusätzliche Informationen:

    • Dimensionsspezifische Indizes: Maß der entsprechenden Aufmerksamkeitsfunktion.
    • Norm-Adjustierung: Einfluss von Alter, Geschlecht und/oder Bildung wird in der Auswertung automatisch berücksichtigt.
    • Darstellung und Auswertung von Verlaufstestungen in einer kompakten Übersicht.
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    SprachenTürkisch
    Testinformationenbreites Normspektrum <i class="fas fa-info-circle tooltips test-info" data-container="body" data-placement="top" data-toggle="tooltip" title="Bei Tests mit breitem Normspektrum umfasst die Normierung einen breiten Altersbereich (breiter als 16–84 Jahre) oder es ist eine Vielzahl von Normstichproben (mindestens zwei) vorhanden."></i>
    Testinformationenmodular <i class="fas fa-info-circle tooltips test-info" data-container="body" data-placement="top" data-toggle="tooltip" title="Ein Verfahren wird als modular bezeichnet, wenn der Anwender vor der Testung entscheiden kann, welche Skalen oder Subtests vorgegeben werden. "></i>
    Testinformationensprachfreies Aufgabenmaterial <i class="fas fa-info-circle tooltips test-info" data-container="body" data-placement="top" data-toggle="tooltip" title="Ein Test verwendet sprachfreies Aufgabenmaterial, wenn keine Sprachkenntnisse zur erfolgreichen Bearbeitung der Testaufgaben an sich notwendig sind. Voraussetzung ist, dass die Instruktion (beispielsweise mit Unterstützung des Testleiters) verstanden wurde."></i>
    TestinformationenCogniPlus-Verknüpfung <i class="fas fa-info-circle tooltips test-info" data-container="body" data-placement="top" data-toggle="tooltip" title="Bei Tests mit CogniPlus-Verknüpfung gibt es ein CogniPlus-Training, das spezifisch die mit dem Test erfasste Fähigkeit trainiert."></i>
    TestinformationenZusatzgerät erforderlich <i class="fas fa-info-circle tooltips test-info" data-container="body" data-placement="top" data-toggle="tooltip" title="Ein SCHUHFRIED-Zusatzgerät (z.B. Probandentastatur) ist für eine fachgerechte Durchführung des Tests erforderlich."></i>
    Testinformationenhohe Testsicherheit <i class="fas fa-info-circle tooltips test-info" data-container="body" data-placement="top" data-toggle="tooltip" title="Ein Test weist hohe Testsicherheit auf, wenn Maßnahmen zur Verhinderung einer Verbreitung der Lösungsinhalte oder der Lösungsschemata getroffen werden. Dies geschieht etwa durch Unterbindung unbeaufsichtigter Online-Testungen, durch Verfügbarkeit von Paralleltestformen, objektiven Persönlichkeitstests oder adaptiven Tests."></i>
    Testinformationentestleitergestütztes Testen <i class="fas fa-info-circle tooltips test-info" data-container="body" data-placement="top" data-toggle="tooltip" title="Der Testleiter erläutert die Aufgaben verbal und anschließend wird eine Beispielaufgabe vorgezeigt. Dies fördert die Interaktion zwischen Testleiter und Testperson."></i>
    DimensionenAufmerksamkeit
    Test TypSpezielle Leistungstests